|
Beim Verfahren, welches die Aurora Pharma AG zur Herstellung
ihrer spagyrischen Tinkturen anwendet, wird die Ursubstanz einerseits
in die drei Prinzipien Körper, Seele und Geist, anderseits in die
vier Elemente Feuer, Luft, Wasser und Erde geschieden, um diese
anschliessend auf einer höheren, nicht materiellen Ebene wieder
zu einer Substanz mit wesentlich stärkerer Wirkkraft und von höherwertiger
Ganzheit zu vereinen. Durch dieses Verfahren gewinnt der Spagyriker
die Medizin auf dem höchsten Energieniveau: Das
Arcanum Quinta Essentia.

Gärungsprozess
In einem ersten Schritt wird die Pflanze mit Wasser angesetzt und
gegebenenfalls einer Wasserdampfdestillation unterzogen, um die
ätherischen Öle abzudestillieren. Anschließend werden dem Pflanzenrückstand
Hefe und Zucker beigegeben. Der somit eingeleitete Gärungsprozess
(Putrefactio) ist der erste Schritt im Herstellungs-verfahren.

Trennung
Nun folgt die Trennung (Separatio), bei welcher die drei Prinzipien
Geist (Alkohol), Seele (Pflanzensaft) und Körper (Pflanzenkörper)
getrennt werden. Dazu werden mehrere Destillationen durchgeführt,
weil der merkurische Anteil wiederum in die
vier Elemente geschieden wird. Jedes dieser Elemente wird seinerseits
nochmals in die drei Aspekte Geist-Seele-Körper aufgeteilt, so dass
bei der Trennung 12 verschiedene, klare Destillate entstehen, welche
zusammen den Merkur der Pflanze bilden.

Reinigung
Die Reinigung (Purificatio) ist der dritte Schritt. Dabei werden
die Schwefelasche und die Pflanzenasche gemeinsam über 1000 °C kalzinert.
Da sich die Gifte (Alkaloide, Glycoside usw.) einer Pflanze immer
im Sal befinden, werden sie bei dieser hohen Temperatur verbrannt.
Das dadurch gewonnene Salz wird hiermit entgiftet. Dieser Vorgang
wird auch Reinkalzination genannt.
Entsprechend werden auch die zwölf Essenzen des Destillats nochmals
durch eine sogenannte Reindestillation gereinigt und anschließend
in einem speziellen Mischungsverhältnis wieder vereinigt. Dieses
Mischverhältnis ist sehr wichtig, wird hierbei doch das männliche
Prinzip (Agens) und das weibliche Prinzip (Patiens) in einer vollkommenen
Ausgewogenheit wieder vereinigt. Vom richtigen Mischverhältnis zeugt
der milchige Archäus, welchem auch die zuvor abdestillierten, ätherischen
Öle beigegeben werden.
Archäus, Salz und ätherische Öle liegen nun alle in höchst gereinigter
Form vor.

Chymische
Hochzeit und Quinta Essentia
Was nun folgt, ist die Chymische Hochzeit, jene Vereinigung (Cohabitatio),
bei welcher der Merkur (Archäus) mit dem Sulphur und dem Sal der
Pflanze vereinigt wird. Daraus entsteht durch eine chemische Transmutation
das fünfte Element, die Quinta Essentia,
welche alle Heilkräfte der Pflanze in höchster Vollendung in sich
vereint.

Zirkulation
Der fünfte und letzte Schritt ist die Zirkulation (Multiplicatio),
welche energetische Kräfte der Tinktur laufend verstärkt. Durch
die Trennung der Arznei vom Gift und die Wiedervereinigung der gereinigten
Substanzen (chymische Hochzeit) werden die arzneilichen Kräfte geboren.
Dieser spagyrische Transformationsprozess bringt die Pflanze auf
das höchste Energie-niveau. Das Arcanum Quinta Essentia ist der
Wirkstoff der Heilpflanze.
|