Einfaches Anwendungskonzept mit der Heptopathie®️
05 Apr

Einfaches Anwendungskonzept mit der Heptopathie®️

Mit der Heptopathie®️ existiert ein Therapiesystem, mit dem auf einfache Weise die Gesundheitsstrategie eines Patienten ermittelt werden kann. Daraus ergeben sich dann wiederum die möglichen Krankheiten, die auftreten können und welches Mittel folglich geeignet ist.

Wenn ein Mensch die Praxis von mir und meinem Mann betritt, stellen wir, nachdem der Patient seine Beschwerden erläutert hat, gerne als eine der ersten Fragen: «Sind Sie der Auffassung, dass alle Menschen gleich sind?»

Meistens sind die Befragten verwirrt oder beginnen zu lachen. Spätestens nach kurzem Nachdenken schütteln sie dann aber meist vehement der Kopf.

Unglücklicherweise bekommen Studenten an Universitäten genau dies zu hören: Alle Menschen sind gleich und jeder Mensch kann potenziell an allem erkranken. Aus diesem Grund kann ein Mensch auch statistisch erfasst werden und für jeden werden die gleichen Medikamente verordnet. Das bedeutet aber auch, dass die Lebern aller Patienten gleich aussehen sollten, die Nieren und das Verdauungssystem gleich arbeiten, die Blutkörperchen ungefähr in gleicher Menge und Grösse vorhanden sind etc. Hieraus ergibt sich die gleiche Labordiagnostik, die gleiche Beurteilung bildgebender Verfahren und natürlich auch die gleiche Therapie. Unterschiede wie etwa Geschlecht und Alter werden nur im Falle der Hormone oder bei der Dosierung berücksichtigt – wenn überhaupt.

Solche Vorgehensweisen widersprechen den hermetischen Prinzipien und der Natur an sich erst recht. Wo der Denkfehler liegt, zeigt sich spätestens bei den üblichen Weltuntergangs-Szenarien. Ob Pest, AIDS oder Ebola: die Natur hat die Menschen so variiert, dass mit dem baldigen Aussterben durch Krankheit nicht zu rechnen ist.

Der Schlüssel zum Verständnis der Unterschiede ist die Signaturenlehre nach Paracelsus. Er beschrieb sieben Signaturen, die sich in der kompletten Materie von Mineralien, über Pflanzen und Pilzen, bis zu Tieren und Menschen wiederfinden.

Die Signaturenlehre, angewandt auf den Menschen, spricht von 7 Strategien oder Charakter- und Wesenseigenschaften. Wir bevorzugen das Wort «Strategie», weil es klarmacht, dass jeder Mensch seine ganz eigene, typische und unverwechselbare Strategie hat, durchs Leben zu kommen. Dabei entwickelt er individuelle Eigenschaften, aber die Art zu erkranken richtet sich nach seiner Signatur.

Der Mensch besteht also, wie alles andere auch, aus drei Teilen wie Paracelsus es mit seiner Lehre der Tria principia beschrieben hat:

1. Die Vererbung

2. Die Erziehung

3. Der siderische Körper

Mit dem siderischen Körper ist die Signatur gemeint bzw. die Prägung des Menschen durch das «Licht der Sterne» bei der Geburt.

Das bedeutet also, dass je nach Signatur unterschiedliche Schwachpunkte vorhanden sind und deswegen auch unterschiedliche Krankheiten zu erwarten sind. Demnach gibt es auch für jede Signatur andere Arzneimittel, die geeignet sind. Bei einem Menschen kann also nicht potenziell jede Krankheit ausbrechen, sondern nur diejenigen, die seiner Natur entsprechen. Daraus folgt auch, dass die Annahmen aus der schulmedizinischen Pathologie dringend überdacht werden sollten.

Heptopathie als neue/alte Medizin

Begriffe werden geprägt von der Zeitepoche, in der sie auftauchen, und den geistigen Denkströmungen, die zum aktuellen Zeitpunkt vorherrschen. Begriffe wie «Paracelsus-Medizin» oder «Alchemie» erscheinen für manch einen etwas antiquiert. Damit es dieser Medizin nicht ähnlich ergeht wie der “Homöopathie”, die auch dringend durch das Wort «Nanomedizin» ersetzt werden sollte, haben mein Mann und ich ganz aseptisch den Begriff Heptopathie®️, also die «Die Lehre der Sieben», geprägt.

Das Wort Heptopathie ermöglicht, auf die esoterisch anmutenden Planetensymbole zu verzichten und den Rationalisten entgegenzukommen, indem man die Zahlen 1 bis 7 verwendet. Inhaltlich ändert sich dagegen nicht viel.

So sagen wir zum Beispiel Herr XY gehört zur «Strategie 1» oder «Sonne». Frau XX gehört zur «Strategie 2» oder «Mond». Die weiteren, alten Namen sind: Merkur (3), Mars (4), Venus (5), Jupiter (6) und Saturn (7). Zwar gibt es noch mehr Wandelplaneten in unserem Sonnensystem, doch ihr Einfluss ist zu gering, um noch Materie und Wesensqualitäten zu prägen.

Die sieben Strategien werden bereits in der Labordiagnostik sichtbar. Menschen, die unter dem Einfluss der Sonne (Strategie 1) geboren werden, können zum Beispiel Penizillin nicht abbauen. So kann man Sonne immer rasch erkennen, wenn jemand allergisch auf dieses Antibiotikum reagiert. Es muss nicht immer so sein, aber in erfahrungsgemäss über 90% der Fälle ist es tatsächlich so.

Menschen die unter dem Einfluss von Merkur (Strategie 3) geboren wurden, haben eine Schwäche im Ausgleich zwischen pro-entzündlichen und anti-entzündlichen Fettsäuren: sie produzieren zu viel Arachnidonsäure. Das führt dazu, dass sie ständig unter Entzündungen zu leiden haben. Oft diagnostiziert man sie als Rheumatiker, doch das ist falsch. Rheuma, also echtes Rheuma mit erhöhtem Rheumafaktor, haben nur Menschen der Strategie 1.

So kommt es nicht nur zu Verwechslungen und falschen Diagnosen, sondern natürlich vor allem auch zu falschen Behandlungen.

Heptopathische Mittelkunde

Eine Theorie durch die andere zu ersetzen, hat nur dann Sinn, wenn die anschliessende Therapie sinnvoller und erfolgreicher ist. Bei Paracelsus galt die folgende 3er-Regel: Patienten, ihre Leiden und die Mittel gleicher Signatur zusammenzubringen.

Demnach hat es keinen Sinn einem Mondpatienten zur Beruhigung der Nerven Hyperikum zu verordnen oder einem Sonnenpatienten Baldrian als Einschlafhilfe. Der Merkurpatient braucht Passionsblume, Mars ein Bier oder Hopfentinktur, Venus Lavendel, Jupiter Nachtkerze und Saturn wird solche Beschwerden erst gar nicht haben.

Dies ist nur ein kleines Beispiel, dass Menschen unterschiedlicher Signatur auch unterschiedliche Mittel brauchen. Gute Naturmedizin berücksichtigt diese Regel immer.

Hierbei ist es ziemlich einfach die Signatur der Mittel herauszufinden. Mit Hilfe der hermetischen Prinzipien kann man in der Natur lesen, wie in einem offenen Buch.

Pflanzen mit roten Blüten, Blättern, Wurzelsaft oder Beeren und Wehrhaftigkeit durch Dornen oder Brennhaaren gehören der Energiequalität des Mars. Entsprechend sind sie für Mars-Themen wie Magen-Darmbeschwerden, Muskelschmerzen oder Erkrankungen der Blutgefässe einzusetzen.

Wer eine Heilpflanze ansieht, findet zahlreiche Hinweise, durch Farbe, Anzahl der Blütenblätter, Symmetrie, Duft, Textur etc . Auch die Kristallbilder von Pflanzen enthüllen ihren Charakter bzw. ihre Natur. So zeigt die Saturnpflanze Beinwell ein giftgrünes Skelett, das wasserkristallähnliche Bild des Capsella comp. die Mondnatur und das dunkelrote, nadelige Bild der Brennnessel die Marsnatur gegen stechende Schmerzen.

Biochemisch gilt die Signaturenlehre ebenfalls. Die Moleküle entwickeln sich hierbei von Sonne bis Saturn vom Einfachen zum Komplexen. Von den hochenergetischen sauerstoffhaltigen einfachen Ringverbindungen, über die gut duftenden, zyklischen Monoterpene der Merkurkräuter bis hin zu den asymmetrischen stickstoffhaltigen und hochgiftigen Alkaloiden der saturnalen Nachtschattengewächse entfaltet sich die ganze Komplexität der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe, unserer Apotheke aus der Natur.

Man muss also nicht unbedingt nachschlagen oder googeln, für was ein Mittel gut ist. Manch einer verlor sich dabei in den homöopathischen und spagyrischen Kompendien. Es ist jedoch im Gegenteil sogar viel leichter, zuerst die Signatur eines Mittels zu erfassen. Denn dann wird von selbst klar, für welchen Themenkomplex und für welche Art Patient es geeignet ist.

Leider hat das schulmedizinische Denken unsere Sicht auf die Medizin schon so stark geprägt, dass auch in der Naturmedizin die Denkweise «Symptom = Mittel» Einzug gehalten hat. Das zeigt sich deutlich in den homöpathischen, phytotherapeutischen und spagyrischen Kompendien.

Bei jeder Heilpflanze stehen zahlreiche Anwendungsgebiete, die oft kaum zu erfassen sind.

Einige Beispiele:

Spitzwegerich: Zahnschmerzen, Magenschmerzen, Entzündungen. Kamille: Katarrhe, Magenschmerzen, Nervenentzündungen Schafgarbe: Menstruationsbeschwerden, Blutungen, Schmerzen Kümmel: langsame Verdauung, Blähungen, Magenschmerzen

Schlägt man umgekehrt ein Symptom nach, gibt es wiederum zahlreiche Einträge: Magenschmerzen: Blutwurz, Kamille, Oregano, Kümmel, Schafgarbe, Berberis, Anagallis, Tausendgüldenkraut. Spitzwegerich fehlt jedoch.

Welche Anwendung sollte man in so einem Fall wählen, ohne alle Modalitäten abfragen zu müssen, was oft mühsam und zeitaufwändig ist?

Die heptopathische Ordnung ist ganz einfach:

  • Sonne: Kamille
  • Mond: Schafgarbe
  • Merkur: Kümmel, Oregano
  • Mars: Wegerich, Wacholder, Gauchheil, Berberitze, Wildrose
  • Venus: Tausendgüldenkraut
  • Jupiter: Schöllkraut
  • Saturn: Beifuss

Da es sich um ein Marsthema handelt, werden wir demnach auch bei den Marspflanzen die meisten finden. Ist der Patient zudem unter dem Mars geboren, können wir die anderen Pflanzen vergessen. Handelt es sich um jemanden mit Merkur (Strategie 3), wissen wir, dass hier das Thema nicht eigentlich Magen sondern Entzündung bzw. kranke Schleimhäute sind und wir unser Augenmerk darauf richten müssen, wenn wir langfristig Erfolg haben wollen.

Dieser kurze Einblick in die Heptopathie zeigt bereits deutlich, wie die Heptopathie auf einfache Weise alle naturmedizinischen Disziplinen verbindet. Denn wenn das Mittel gefunden wurde, bleibt es dem Fachgebiet des Therapeuten überlassen, ob er lieber Phytotherapie, Aroma- und Räuchertherapie oder Spagyrik verwenden möchte.

Dr. Michaela Dane

Studium der Biochemie in Düsseldorf und ging anschliessend mit einem Stipendium für ihre Doktorarbeit nach Spanien. Zusammen mit ihrem Ehemann Dr. Miguel Corty absolvierten beide gemeinsam Ausbildungen in Homöopathie und Spagyrik. Sie führen eine Praxis für Naturheilverfahren in Alicante und das Institut für alchemistische Medizin, das «Instituto Almac». Dr. Dane ist Dozentin in Spanien, Deutschland, Schweiz und Österreich und veröffentlicht regelmässig Artikel in Fachzeitschriften wie etwa «CO’med», «Astrologie heute» oder «Raum&Zeit». Sie hat bisher vier Bücher veröffentlicht «Heilgeheimnisse des Paracelsus», «Lebendige Paracelsusmedizin», «Die Geburtsherrscher» und «Krebsrevolution». Weitere Infos unter www.institutoalmac.es und www.alkimia.de

Hinterlassen Sie einen Kommentar zum Artikel

Newsletter

  • Aurora Pharma AG
    Lagerstrasse 11
    8910 Affoltern am Albis
  • 044 776 19 01 – Festnetz
    044 776 19 02 – Fax